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Von Oslo nach Bergen: Auf den Spuren der großen norwegischen Künstler

Von Oslo nach Bergen: Auf den Spuren der großen norwegischen Künstler

Für ein so kleines Land (es hat nur etwa fünf Millionen Einwohner) verfügt Norwegen über ein phänomenal robustes Kunsterbe. Dieses Vermächtnis reicht weit zurück, bevor der filigrane Schmuck und die beeindruckenden Schiffe der Wikinger, die einst das Land bewirtschafteten und die Gewässer durchstreiften, um die Jahrhundertwende zu einem Kader weltberühmter Meister in verschiedenen künstlerischen Bereichen, die das Land zu dem machten, was es war ist heute.

Obwohl sich Norwegen einst als einer der abgelegensten Orte Europas anfühlte, ist dieses nördliche Juwel heute dank der erweiterten Flugdienste von SAS und einer Vielzahl neuer Strecken sowohl innerhalb Europas als auch von/nach Nord besser erreichbar als je zuvor Amerika durch den aufstrebenden Rivalen Norwegian Air (und seine Flotte neuer 777er und 787er), die Oslo ihr Heimatdrehkreuz nennen. Kurz gesagt, es gibt keine bessere Zeit, um diesen skandinavischen Schatz zu besuchen, und wenn Sie dies tun, gibt es viel künstlerische Kultur zu entdecken.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Wikimedia Commons

Oslo beherbergt zwei der berühmtesten Museen Europas, die jeweils einem einzigen Künstler gewidmet sind: das Ibsen-Museum und das Munch-Museum. Das Ibsen-Museum liegt nahe dem Herzen der Stadt gegenüber dem imposanten Königspalast und seinem weitläufigen Park. Das Museum befindet sich in dem Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert, das die letzten 11 Jahre seines Lebens das Zuhause des Dramatikers war und in dem er seine beiden letzten Stücke schrieb.

Während im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss kleine Exponate zu Ibsens Leben und Werken sowie diversen Requisiten, Kostümen, Preisen und Archivmaterial und Dokumenten ausgestellt sind, ist der eigentliche Grund, hierher zu kommen, die sorgfältig restaurierte Wohnung zu erkunden, in der der Dramatiker von 1895 bis lebte seinem Tod im Jahr 1906. Das Haus umfasst authentische Innenräume und einige von Ibsens persönlichen Gegenständen, und die Besucher werden auf eine 30-minütige Tour mitgenommen, die sein turbulentes, aber erfülltes Leben diskutiert, während sie durch das Arbeitszimmer, die Bibliothek, das Esszimmer und die Schlafzimmer gehen.

Um die Wohnung besichtigen zu können, müssen Sie an einer der Führungen teilnehmen, die zu jeder vollen Stunde von 11:00 bis 17:00 Uhr beginnen. und sind auf 15 Personen begrenzt (Winterzeiten sind bis 16:00 Uhr reduziert, also entsprechend planen).

Foto mit freundlicher Genehmigung des Munch Museums

Norwegens großer moderner Maler hat sein eigenes Museum nur eine kurze U-Bahnfahrt entfernt auf der Ostseite der Stadt, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Dieses beeindruckende Zentrum für zeitgenössische Kunst bietet eine Sammlung von fast 30.000 Kunstwerken, darunter fast 1.200 Gemälde und 8.000 Zeichnungen aus Munchs Skizzenbüchern sowie mehrere Skulpturen und Fotografien des Künstlers. Es handelt sich um ein Multimediazentrum, so dass die Exponate oft Filmvorführungen, Konzerte und Vorträge sowie spezielle Führungen für Familien und Kinder umfassen.

Auch die Hauptsammlung wird von Zeit zu Zeit nach speziellen Themen kuratiert, wie zum Beispiel dem aktuellen Thema Durch die Natur, das Munchs Werk durch die Linse der Naturgeschichte betrachtet und seine Gemälde und Zeichnungen mit Artefakten und Fossilien aus dem Naturhistorischen Museum kombiniert. Die Berühmten Schrei ist gepaart mit einem 47 Millionen Jahre alten Primatenskelett (dem ältesten jemals entdeckten) namens Ida, das Darwins Theorien und einen Hauch von Sensationslust in die Ausstellung bringen soll. Obwohl Sie Ihren Besuch hier schnell gestalten können, werden Sie wahrscheinlich Stunden damit verbringen, die verschiedenen Phasen von Munchs Karriere zu untersuchen und mehr über seinen kometenhaften Aufstieg zu Ruhm sowie seine künstlerische Erforschung und seinen künstlerischen Ausdruck zu erfahren.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Hotel Continental

Verbringen Sie Ihre Nächte in Oslo im historischen und kürzlich renovierten Hotel Continental. Dieses Luxushotel ist eines der besten Hotels der Stadt und liegt direkt gegenüber vom Nationaltheater und der U-Bahn. Die neu renovierten Zimmer sind mit edlen, klassischen Holzmöbeln, neutralen Stoffen und hellen, gefliesten Badezimmern mit Produkten von Molton Brown ausgestattet.

Schlendern Sie am Abend durch die Menschenmassen in Oslos neu renoviertem Hafenviertel Tjuvholmen und wählen Sie aus trendigen Restaurants, darunter das japanisch inspirierte Hanami, oder genießen Sie ein mit Michelin-Sternen ausgezeichnetes Festmahl im Maaemo.

Bildnachweis: Eric Rosen

Der dritte Meister, dessen Werk einen Zwischenstopp auf Ihrer Reiseroute verdient, ist der große Komponist des 19. Jahrhunderts, Edvard Grieg, dessen Heimat etwas außerhalb der schönen Küstenstadt Bergen lag.

Sie könnten einfach den Zug oder einen schnellen Flug direkt von Oslo nach Bergen nehmen, aber einen Tag einplanen, um die halsbrecherische „Norway in a Nutshell“-Tour zu machen, die eine Zugfahrt von Oslo in die Bergstadt Myrdal beinhaltet, von der aus Sie abfahren eine dramatisch abfallende Bahnstrecke vorbei an Gipfeln und Wasserfällen zur Stadt Flam am Fjord. Von dort aus ist es eine idyllische zweistündige Kreuzfahrt entlang der Fjorde in die Stadt Gudvangen und eine Busfahrt durch die unberührte Landschaft rund um Voss, bevor es zu einer letzten Zugfahrt nach Bergen geht. Es ist ein langer Tag, aber die Bilder, die Sie machen, werden alle Ihre Freunde zu Hause beneiden.

Bildnachweis: Eric Rosen

Nach einer erholsamen Nacht können Sie nicht nur die mittelalterlichen Gassen von Bergens farbenfrohem Bryggen-Viertel (wo früher die Zünfte ihre Büros hatten) erkunden oder mit der Floibanen-Standseilbahn nach Floyen fahren, um einen atemberaubenden 360-Grad-Blick auf die Stadt und die Vergangenheit zu genießen die Fjorde aufs Meer hinaus. Musikliebhaber sollten jedoch nicht die Gelegenheit verpassen, Griegs idyllischen Landsitz Troldhaugen zu besichtigen, was auf Altnordisch „Trollhügel“ bedeutet und wo er 22 Jahre lang mit seiner geliebten Frau (und begabten Sängerin) Nina lebte.

Besucher können im zentralen Tourismusbüro am Hafen von Bergen geführte Touren buchen und dann einen der organisierten Busse zur Villa nehmen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten, in der Sie Ihr Guide über das Leben und die Zeiten des Komponisten informiert.

Heute gibt es ein modernes Besucherzentrum mit einer kleinen Ausstellung über Grieg und sein Werk, aber die Hauptattraktion ist die wunderschöne Villa aus dem 19. Jahrhundert, die auf einem Hügel mit herrlichem Blick auf den See und die Wälder liegt. Die Tour erkundet das Erdgeschoss und vertieft verschiedene Souvenirs und Andenken als Weg in das Leben des Komponisten. Die Gäste sehen den Salon, das Esszimmer und die Veranda und können sogar einen Blick auf sein eigenes Steinway-Klavier werfen, das er 1892 gekauft hat.

Im Sommer gibt es auch eine Mittagskonzertreihe im kleinen Konzertsaal auf dem Weg von der Villa aus. Diese Konzerte dauern etwa 30 Minuten und beinhalten Auszüge einiger berühmter Werke – wie z Klavierkonzert a-Moll– aber erwarten Sie nicht, viel von Peer Gynt zu hören. Auch das restliche Jahr über gibt es verschiedene Konzertreihen, also schau im Voraus vorbei und versuche deinen Besuch entsprechend zu planen.

Bildnachweis: Eric Rosen

Gleich den Weg vom Konzertsaal hinunter und mit Blick auf eine der schönen Buchten des Sees befindet sich Griegs schulhausrote Komponistenhütte. Sie können hineinschauen und sehen, wo der Komponist seine Tage abseits des lauten Hauses verbringen würde, um an seiner Musik zu arbeiten. Er ließ sich leicht ablenken, daher war dies sein Allerheiligstes, obwohl er auch einen Sinn für Humor hatte, wie die Notiz auf seinem Schreibtisch bewies, die besagte: „Wenn hier jemand einbrechen sollte, hinterlassen Sie bitte die Noten, da sie für niemanden außer Edvard Grieg einen Wert haben.“ Als letzten Teil Ihres Besuchs zollen Sie dem Komponisten am Seegrab in einer Steingrotte mit Blick auf seinen geliebten See Respekt.

Bergen beherbergt eines der aufstrebenden Restaurants Skandinaviens, das Lysverket. Es wird von einem Team junger Köche geleitet, die sich in Thomas Kellers New Yorker Restaurant Per Se verdient gemacht haben, und ihr Können wird mit lokal angebauten und geernteten Zutaten gleichermaßen unter Beweis gestellt. Noch besser ist, dass das Restaurant in eine Ecke des Bergen Art Museum-Komplexes in der Rasmus Meyers allé eingebettet ist, sodass Sie beim Abendessen über Meisterwerke von Picasso und Klee nachdenken können.

Schon wenige Tage reichen aus, um in Norwegen viel zu erkunden und das Genie von drei der großen Künstler der Moderne zu erkunden, jeder ein Meister auf seinem Gebiet.


AUFNAHMEN Norwegische Überraschungen, von der Oper bis zur Symphonie

Der Komponist Christian Sinding (1856-1941) ist bekannt für eine der großen Kastanien der Musik, ''Rustle of Spring,'', die seinen Namen in viele vornehme Salons in Europa und Amerika einbrachte. Seine Sinfonien, Sonaten und Konzerte werden heute selbst in seiner Heimat Norwegen von denen seiner großen Landsleute Svendsen und Grieg überschattet. Das Letzte, was man von Sinding erwartet hätte, ist eine erstklassige Oper, aber das ist '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 zwei CDs).

Das von Dora Duncker in deutscher Sprache verfasste und 1912 vom Komponisten in derselben Sprache vertonte Libretto gliedert sich in einen Prolog und zwei Folgeakte. Im Prolog wird Dion, ein Kind, von seinem umherirrenden Vater in ein Kloster (auf dem '⟞r Heilige Berg'', nach dem die Oper benannt ist) gebracht. Im ersten Akt, der 12 Jahre später spielt, wird eine junge Frau (Daphne) von Dions sterbender Mutter geschickt, um den Jugendlichen nach Hause zu bringen. Sie verlieben sich sofort und rennen gemeinsam davon, aber Dion stürzt von einer Klippe und wird sterbend ins Kloster zurückgebracht. Im zweiten Akt, der Dion mit allen Mitteln der Wiederbelebung (einschließlich Daphnes Küssen) nicht wiederbelebt hat, erscheint seine Mutter und gibt einen lebensspendenden Kuss. Allgemeiner Jubel, Segen im Namen der Mutterliebe und die nächste Hochzeit schließen das Werk feierlich ab.

Die Uraufführung fand in Dessau, Deutschland, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges statt. In Oslo wurde 1931 eine gekürzte Fassung konzertant aufgeführt, die zweite Inszenierung fand schließlich 1986 dort statt, was zu dieser Aufnahme führte. Offensichtliche Gründe für das sofortige Versinken des Werks sind nicht schwer zu finden: Der Krieg hat skandinavische Komponisten effektiv daran gehindert, ein bisher sympathisches Publikum in Deutschland zu erreichen (sowohl Nielsen als auch Sibelius hatten ähnliche Probleme). Und in den nationalistischen Wirren der neugewonnenen norwegischen Unabhängigkeit (1905) muss eine deutschsprachige Oper mit Musik, die auf einheimisches Volksmaterial völlig vergessen war, ungewöhnlich erschienen sein.

Auch tiefere Strömungen waren am Werk. Die Resonanzen von ''Parsifal'' im Libretto (es gibt sogar einen Gurnemanz-ähnlichen Mönch, der Dion durchgehend berät) schienen 1914 wahrscheinlich nicht so veraltet wie heute, aber in einer Welt, die es hatte begegnete bereits Debussy's ''Pelleas,'' Strawinsky's ''Rite of Spring'' und Schönberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's gründlich tonale, melodiöse und romantische Musik stellte ein unstylishes Hinterland dar.

Heute kann es für sich genommen erkannt und akzeptiert werden, was überraschend ist, da nichts in Sindings anderen Werken auf die Fähigkeit hinweist, lange Perioden des stimmlichen und (insbesondere) orchestralen Flusses mit solcher Spontaneität und Charakter aufrechtzuerhalten. Ohne abwertend wirken zu wollen, könnte man den Stil der Oper als aufgelockerten, luftigen Wagner bezeichnen. Es spricht sehr für das Werk, dass weder der Prolog noch einer der beiden Akte länger als eine halbe Stunde dauert, was innerhalb der Fähigkeit des Komponisten liegt, effektiv zu gestalten. Heinz Fricke dirigiert Solisten, Chorsänger und Orchester der Norwegischen Oper in einer feinen, gut aufgenommenen Aufführung (in deutscher Sprache), die mit etwas mehr als 79 Minuten die Kapazität einer einzelnen CD knapp übersteigt.

Es gibt eine weitere angenehme Überraschung aus Norwegen, David Monrad Johansens kraftvolle, sagabasierte Kantate ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) war ein einflussreicher Kritiker, Biograph Griegs und als Komponist ein fester Anhänger des letzteren in der Verwendung norwegischer Volksmaterialien. Tatsächlich klingt seine Kantate so weit wie eine Erweiterung der starken und unverwechselbaren Chormusik, die Grieg für seine (unvollendete) Oper ''Olav Trygvason'' geschaffen hat, dass die beiden verwechselt werden könnten.

Wie bei der Sinding-Oper gibt es einen zwingenden Grund, warum sich Johansens Werk nicht durchgesetzt hat. Es wurde 1926 komponiert und sorgte zu dieser Zeit zweifellos für Aufsehen bei Modernisten, für die selbst der fortgeschrittenere Sibelius (dessen Einfluss auch in ''Valuspa'' zu hören ist) ein alter Hut war. Aber für sich genommen macht es ein herrliches Hören.

Die CD enthält außerdem sieben Lieder von Johansen, die auf norwegischen Volkstexten basieren. 1920 komponiert, sind sie harmonisch etwas abenteuerlicher als die Kantate, aber die milden Modernismen der Klavierbegleitung kollidieren mit den einfachen volkstümlichen Gesangsmelodien. Die Ergebnisse sind sicherlich erfreulich, erscheinen aber im Vergleich zu der festen Leistung von ''Valuspa trivial.'' Die Auftritte norwegischer Künstler (der Sopranistin Edith Thallaug und des Pianisten Robert Levin in den Liedern) sind wieder hervorragend, ebenso die Aufnahme.

Zu ihrer Zeit hatten sowohl Sinding als auch Johansen ein Publikum. Das gleiche gilt nicht für Fartein Valen (1887-1952), dessen Musik dem norwegischen Publikum ebenso unbekannt ist wie allen anderen. In den 1920er Jahren, zur gleichen Zeit, als Schönberg seine ersten 12-Ton-Werke schrieb, entwickelte Valen einen Stil, der auf dem basiert, was er als „dissonanter Kontrapunkt“ bezeichnete Komponisten, vor allem durch die Vermeidung von tonalen Bezügen, schafften es, die meisten Hörer ohne Ende zu irritieren.

So viel zu den Ähnlichkeiten. Valen's Dissonanz rührt eher von den scheinbar willkürlichen Kombinationen langer melodischer Phrasen her als von einer systematischen Konstruktion mittels 12-toniger ''rows.'' Anhören seiner Ersten und Vierten Symphonie (Norwegian Music Productions CDN 31000) ist man beeindruckt von der schieren Willenskraft, die es Valen ermöglicht hat, seine oft ekstatischen Melodien in so großer Länge zu entfalten. Lange Musikstücke vergehen ohne starke rhythmische Untermauerung, doch der Faden der Kontinuität reißt nie ganz ab. Es ist individualistisch und oft packend, gerade in diesen sympathischen Darbietungen von Aldo Ceccato und seinem Bergen (Norwegen) Philharmoniker, macht dem Hörer aber keinerlei Zugeständnisse durch einprägsame Motive oder gelegentliche Tanzrhythmen, um die trostlose Atmosphäre zu mildern.

In seiner rauen Integrität erinnert Valen an seinen humanistischeren schwedischen Amtskollegen Allan Petterson und an den Amerikaner Charles Ruggles. In einer überwiegend konformistischen Welt haben solche Männer etwas sehr Attraktives.


AUFNAHMEN Norwegische Überraschungen, von der Oper bis zur Symphonie

Der Komponist Christian Sinding (1856-1941) ist bekannt für eine der großen Kastanien der Musik, ''Rustle of Spring,'', die seinen Namen in viele vornehme Salons in Europa und Amerika einbrachte. Seine Sinfonien, Sonaten und Konzerte werden heute selbst in seiner Heimat Norwegen von denen seiner größeren Landsleute Svendsen und Grieg überschattet. Das Letzte, was man von Sinding erwartet hätte, ist eine erstklassige Oper, aber das ist '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two Compact Discs).

Das von Dora Duncker in deutscher Sprache verfasste und 1912 vom Komponisten in derselben Sprache vertonte Libretto gliedert sich in einen Prolog und zwei Folgeakte. Im Prolog wird Dion, ein Kind, von seinem umherirrenden Vater in ein Kloster (auf dem '⟞r Heilige Berg'', nach dem die Oper benannt ist) gebracht. Im ersten Akt, der 12 Jahre später spielt, wird eine junge Frau (Daphne) von Dions sterbender Mutter geschickt, um den Jugendlichen nach Hause zu bringen. Sie verlieben sich sofort und rennen gemeinsam davon, aber Dion stürzt von einer Klippe und wird sterbend ins Kloster zurückgebracht. Im zweiten Akt, der Dion mit allen Mitteln der Wiederbelebung (einschließlich Daphnes Küssen) nicht wiederbelebt hat, erscheint seine Mutter und gibt einen lebensspendenden Kuss. Allgemeiner Jubel, Segen im Namen der Mutterliebe und die nächste Hochzeit schließen das Werk feierlich ab.

Die Uraufführung fand in Dessau, Deutschland, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges statt. In Oslo wurde 1931 eine gekürzte Fassung konzertant aufgeführt, die zweite Inszenierung fand schließlich 1986 dort statt, was zu dieser Aufnahme führte. Offensichtliche Gründe für das sofortige Versinken des Werks sind nicht schwer zu finden: Der Krieg hat skandinavische Komponisten effektiv daran gehindert, in Deutschland ein bisher sympathisches Publikum zu erreichen (sowohl Nielsen als auch Sibelius hatten ähnliche Probleme). Und in den nationalistischen Wirren der neugewonnenen norwegischen Unabhängigkeit (1905) muss eine deutschsprachige Oper mit Musik, die auf einheimisches Volksmaterial völlig vergessen war, ungewöhnlich erschienen sein.

Auch tiefere Strömungen waren am Werk. Die Resonanzen von ''Parsifal'' im Libretto (es gibt sogar einen Gurnemanz-ähnlichen Mönch, der Dion durchgehend berät) schienen 1914 wahrscheinlich nicht so veraltet wie heute, aber in einer Welt, die es hatte begegnete bereits Debussy's ''Pelleas,'' Strawinsky's ''Rite of Spring'' und Schönberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's gründlich tonale, melodiöse und romantische Musik stellte ein unstylishes Hinterland dar.

Heute kann es für sich genommen erkannt und akzeptiert werden, was überraschend ist, da nichts in Sindings anderen Werken auf die Fähigkeit hinweist, lange Perioden des stimmlichen und (insbesondere) orchestralen Flusses mit solcher Spontaneität und Charakter aufrechtzuerhalten. Ohne abwertend wirken zu wollen, könnte man den Stil der Oper als aufgelockerten, luftigen Wagner bezeichnen. Es spricht sehr für das Werk, dass weder der Prolog noch einer der beiden Akte länger als eine halbe Stunde dauert, was innerhalb der Fähigkeit des Komponisten liegt, effektiv zu gestalten. Heinz Fricke dirigiert Solisten, Chorsänger und Orchester der Norwegischen Oper in einer feinen, gut aufgenommenen Aufführung (in deutscher Sprache), die mit etwas mehr als 79 Minuten die Kapazität einer einzelnen CD knapp übersteigt.

Es gibt eine weitere angenehme Überraschung aus Norwegen, David Monrad Johansens kraftvolle, sagabasierte Kantate ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) war ein einflussreicher Kritiker, Biograf von Grieg und als Komponist ein fester Anhänger von letzterem in der Verwendung norwegischer Volksmaterialien. Tatsächlich klingt seine Kantate so weit wie eine Erweiterung der starken und unverwechselbaren Chormusik, die Grieg für seine (unvollendete) Oper ''Olav Trygvason'' geschaffen hat, dass die beiden verwechselt werden könnten.

Wie bei der Sinding-Oper gibt es einen zwingenden Grund, warum sich Johansens Werk nicht durchgesetzt hat. Es wurde 1926 komponiert und sorgte zu dieser Zeit zweifellos für Aufsehen bei Modernisten, für die selbst der fortgeschrittenere Sibelius (dessen Einfluss auch in ''Valuspa'' zu hören ist) ein alter Hut war. Aber für sich genommen macht es ein herrliches Hören.

Die CD enthält außerdem sieben Lieder von Johansen, die auf norwegischen Volkstexten basieren. 1920 komponiert, sind sie harmonisch etwas abenteuerlicher als die Kantate, aber die milden Modernismen der Klavierbegleitung kollidieren mit den einfachen volkstümlichen Gesangsmelodien. Die Ergebnisse sind sicherlich erfreulich, erscheinen aber im Vergleich zu der festen Leistung von ''Valuspa trivial.'' Die Auftritte norwegischer Künstler (der Sopranistin Edith Thallaug und des Pianisten Robert Levin in den Liedern) sind wieder hervorragend, ebenso die Aufnahme.

Zu ihrer Zeit hatten sowohl Sinding als auch Johansen ein Publikum. Das gleiche gilt nicht für Fartein Valen (1887-1952), dessen Musik dem norwegischen Publikum ebenso unbekannt ist wie allen anderen. In den 1920er Jahren, zur gleichen Zeit, als Schönberg seine ersten 12-Ton-Werke schrieb, entwickelte Valen einen Stil, der auf dem basiert, was er als „dissonanter Kontrapunkt“ bezeichnete Komponisten, vor allem durch die Vermeidung von tonalen Bezügen, schafften es, die meisten Hörer ohne Ende zu irritieren.

So viel zu den Ähnlichkeiten. Valen's Dissonanz rührt eher von den scheinbar willkürlichen Kombinationen langer melodischer Phrasen her als von einer systematischen Konstruktion mittels 12-toniger ''rows.'' Anhören seiner Ersten und Vierten Symphonie (Norwegian Music Productions CDN 31000) ist man von der schieren Willenskraft beeindruckt, die es Valen ermöglicht hat, seine oft ekstatischen Melodien in so großer Länge zu entfalten. Lange Musikstücke vergehen ohne starke rhythmische Untermauerung, doch der Faden der Kontinuität reißt nie ganz ab. Es ist individualistisch und oft packend, gerade in diesen sympathischen Darbietungen von Aldo Ceccato und seinem Bergen (Norwegen) Philharmoniker, macht dem Hörer aber keinerlei Zugeständnisse durch einprägsame Motive oder gelegentliche Tanzrhythmen, um die trostlose Atmosphäre zu mildern.

In seiner rauen Integrität erinnert Valen an seinen humanistischeren schwedischen Amtskollegen Allan Petterson und an den Amerikaner Charles Ruggles. In einer überwiegend konformistischen Welt haben solche Männer etwas sehr Attraktives.


AUFNAHMEN Norwegische Überraschungen, von der Oper bis zur Symphonie

Der Komponist Christian Sinding (1856-1941) ist bekannt für eine der großen Kastanien der Musik, ''Rustle of Spring,'', die seinen Namen in viele vornehme Salons in Europa und Amerika einbrachte. Seine Sinfonien, Sonaten und Konzerte werden heute selbst in seiner Heimat Norwegen von denen seiner großen Landsleute Svendsen und Grieg überschattet. Das Letzte, was man von Sinding erwartet hätte, ist eine erstklassige Oper, aber das ist '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 zwei CDs).

Das von Dora Duncker in deutscher Sprache verfasste und 1912 vom Komponisten in derselben Sprache vertonte Libretto gliedert sich in einen Prolog und zwei Folgeakte. Im Prolog wird Dion, ein Kind, von seinem umherirrenden Vater in ein Kloster (auf dem '⟞r Heilige Berg'', nach dem die Oper benannt ist) gebracht. Im ersten Akt, der 12 Jahre später spielt, wird eine junge Frau (Daphne) von Dions sterbender Mutter geschickt, um den Jugendlichen nach Hause zu bringen. Sie verlieben sich sofort und rennen gemeinsam davon, aber Dion stürzt von einer Klippe und wird sterbend ins Kloster zurückgebracht. Im zweiten Akt, der Dion mit allen Mitteln der Wiederbelebung (einschließlich Daphnes Küssen) nicht wiederbelebt hat, erscheint seine Mutter und gibt einen lebensspendenden Kuss. Allgemeiner Jubel, Segen im Namen der Mutterliebe und die nächste Hochzeit schließen das Werk feierlich ab.

Die Uraufführung fand in Dessau, Deutschland, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges statt. In Oslo wurde 1931 eine gekürzte Fassung konzertant aufgeführt, die zweite Aufführung fand schließlich 1986 dort statt, was zu dieser Aufnahme führte. Offensichtliche Gründe für das sofortige Versinken des Werks sind nicht schwer zu finden: Der Krieg hat skandinavische Komponisten effektiv daran gehindert, ein bisher sympathisches Publikum in Deutschland zu erreichen (sowohl Nielsen als auch Sibelius hatten ähnliche Probleme). Und in den nationalistischen Wirren der neugewonnenen norwegischen Unabhängigkeit (1905) muss eine deutschsprachige Oper mit Musik, die auf einheimisches Volksmaterial völlig vergessen war, ungewöhnlich erschienen sein.

Auch tiefere Strömungen waren am Werk. Die Resonanzen von ''Parsifal'' im Libretto (es gibt sogar einen Gurnemanz-ähnlichen Mönch, der Dion durchgehend berät) schienen 1914 wahrscheinlich nicht so veraltet wie heute, aber in einer Welt, die es hatte begegnete bereits Debussy's ''Pelleas,'' Strawinsky's ''Rite of Spring'' und Schönberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's gründlich tonale, melodiöse und romantische Musik stellte ein unstylishes Hinterland dar.

Heute kann es für sich allein erkannt und akzeptiert werden, was überraschend ist, denn nichts in Sindings anderen Werken weist auf die Fähigkeit hin, lange Phasen des stimmlichen und (insbesondere) orchestralen Flusses mit solcher Spontaneität und Charakter aufrechtzuerhalten. Ohne abwertend wirken zu wollen, könnte man den Stil der Oper als aufgelockerten, luftigen Wagner bezeichnen. Es spricht sehr für das Werk, dass weder der Prolog noch einer der beiden Akte länger als eine halbe Stunde dauert, was innerhalb der Fähigkeit des Komponisten liegt, effektiv zu gestalten. Heinz Fricke dirigiert Solisten, Chorsänger und Orchester der Norwegischen Oper in einer feinen, gut aufgenommenen Aufführung (in deutscher Sprache), die mit etwas mehr als 79 Minuten die Kapazität einer einzelnen CD knapp übersteigt.

Es gibt eine weitere angenehme Überraschung aus Norwegen, David Monrad Johansens kraftvolle, sagabasierte Kantate ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) war ein einflussreicher Kritiker, Biograf von Grieg und als Komponist ein fester Anhänger von letzterem in der Verwendung norwegischer Volksmaterialien. Tatsächlich klingt seine Kantate so weit wie eine Erweiterung der starken und unverwechselbaren Chormusik, die Grieg für seine (unvollendete) Oper ''Olav Trygvason'' geschaffen hat, dass die beiden verwechselt werden könnten.

Wie bei der Sinding-Oper gibt es einen zwingenden Grund, warum sich Johansens Werk nicht durchgesetzt hat. Es wurde 1926 komponiert und sorgte zu dieser Zeit zweifellos für Aufsehen bei Modernisten, für die selbst der fortgeschrittenere Sibelius (dessen Einfluss auch in ''Valuspa'' zu hören ist) ein alter Hut war. Aber für sich genommen macht es ein herrliches Hören.

Die CD enthält außerdem sieben Lieder von Johansen, die auf norwegischen Volkstexten basieren. 1920 komponiert, sind sie harmonisch etwas abenteuerlicher als die Kantate, aber die milden Modernismen der Klavierbegleitung kollidieren mit den einfachen volkstümlichen Gesangsmelodien. Die Ergebnisse sind sicherlich erfreulich, erscheinen aber im Vergleich zu der festen Leistung von ''Valuspa trivial.'' Die Auftritte norwegischer Künstler (der Sopranistin Edith Thallaug und des Pianisten Robert Levin in den Liedern) sind wieder hervorragend, genauso wie die Aufnahme.

Zu ihrer Zeit hatten sowohl Sinding als auch Johansen ein Publikum. Das gleiche gilt nicht für Fartein Valen (1887-1952), dessen Musik dem norwegischen Publikum ebenso unbekannt ist wie allen anderen. In den 1920er Jahren, zur gleichen Zeit, als Schönberg seine ersten 12-Ton-Werke schrieb, entwickelte Valen einen Stil, der auf dem basiert, was er als „dissonanter Kontrapunkt“ bezeichnete Komponisten, vor allem durch die Vermeidung von tonalen Bezügen, schafften es, die meisten Hörer ohne Ende zu irritieren.

So viel zu den Ähnlichkeiten. Valen's Dissonanz rührt eher von den scheinbar willkürlichen Kombinationen langer melodischer Phrasen her als von einer systematischen Konstruktion mittels 12-toniger ''rows.'' Anhören seiner Ersten und Vierten Symphonie (Norwegian Music Productions CDN 31000) ist man beeindruckt von der schieren Willenskraft, die es Valen ermöglicht hat, seine oft ekstatischen Melodien in so großer Länge zu entfalten. Lange Musikstücke vergehen ohne starke rhythmische Untermauerung, doch der Faden der Kontinuität reißt nie ganz ab. Es ist individualistisch und oft packend, gerade in diesen sympathischen Darbietungen von Aldo Ceccato und seinem Bergen (Norwegen) Philharmoniker, macht dem Hörer aber keinerlei Zugeständnisse durch einprägsame Motive oder gelegentliche Tanzrhythmen, um die trostlose Atmosphäre zu mildern.

In seiner rauen Integrität erinnert Valen an seinen humanistischeren schwedischen Amtskollegen Allan Petterson und an den Amerikaner Charles Ruggles. In einer überwiegend konformistischen Welt haben solche Männer etwas sehr Attraktives.


AUFNAHMEN Norwegische Überraschungen, von der Oper bis zur Symphonie

Der Komponist Christian Sinding (1856-1941) ist bekannt für eine der großen Kastanien der Musik, ''Rustle of Spring,'', die seinen Namen in viele vornehme Salons in Europa und Amerika einbrachte. Seine Sinfonien, Sonaten und Konzerte werden heute selbst in seiner Heimat Norwegen von denen seiner größeren Landsleute Svendsen und Grieg überschattet. Das Letzte, was man von Sinding erwartet hätte, ist eine erstklassige Oper, aber das ist '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 zwei CDs).

Das von Dora Duncker in deutscher Sprache verfasste und 1912 vom Komponisten in derselben Sprache vertonte Libretto gliedert sich in einen Prolog und zwei Folgeakte. Im Prolog wird Dion, ein Kind, von seinem umherirrenden Vater in ein Kloster (auf dem '⟞r Heilige Berg'', nach dem die Oper benannt ist) gebracht. Im ersten Akt, der 12 Jahre später spielt, wird eine junge Frau (Daphne) von Dions sterbender Mutter geschickt, um den Jugendlichen nach Hause zu bringen. Sie verlieben sich sofort und rennen gemeinsam davon, aber Dion stürzt von einer Klippe und wird sterbend ins Kloster zurückgebracht. Im zweiten Akt, der Dion mit allen Mitteln der Wiederbelebung (einschließlich Daphnes Küssen) nicht wiederbelebt hat, erscheint seine Mutter und gibt einen lebensspendenden Kuss. Allgemeiner Jubel, Segen im Namen der Mutterliebe und die nächste Hochzeit schließen das Werk feierlich ab.

Die Uraufführung fand in Dessau, Deutschland, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges statt. In Oslo wurde 1931 eine gekürzte Fassung konzertant aufgeführt, die zweite Inszenierung fand schließlich 1986 dort statt, was zu dieser Aufnahme führte. Offensichtliche Gründe für das sofortige Versinken des Werks sind nicht schwer zu finden: Der Krieg hat skandinavische Komponisten effektiv daran gehindert, ein bisher sympathisches Publikum in Deutschland zu erreichen (sowohl Nielsen als auch Sibelius hatten ähnliche Probleme). Und in den nationalistischen Wirren der neugewonnenen norwegischen Unabhängigkeit (1905) muss eine deutschsprachige Oper mit Musik, die auf einheimisches Volksmaterial völlig vergessen war, ungewöhnlich erschienen sein.

Auch tiefere Strömungen waren am Werk. Die Resonanzen von ''Parsifal'' im Libretto (es gibt sogar einen Gurnemanz-ähnlichen Mönch, der Dion durchgehend berät) schienen 1914 wahrscheinlich nicht so veraltet wie heute, aber in einer Welt, die es hatte begegnete bereits Debussy's ''Pelleas,'' Strawinsky's ''Rite of Spring'' und Schönberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's gründlich tonale, melodiöse und romantische Musik stellte ein unstylishes Hinterland dar.

Heute kann es für sich genommen erkannt und akzeptiert werden, was überraschend ist, da nichts in Sindings anderen Werken auf die Fähigkeit hinweist, lange Perioden des stimmlichen und (insbesondere) orchestralen Flusses mit solcher Spontaneität und Charakter aufrechtzuerhalten. Ohne abwertend wirken zu wollen, könnte man den Stil der Oper als aufgelockerten, luftigen Wagner bezeichnen. Es spricht sehr für das Werk, dass weder der Prolog noch einer der beiden Akte länger als eine halbe Stunde dauert, was innerhalb der Fähigkeit des Komponisten liegt, effektiv zu gestalten. Heinz Fricke dirigiert Solisten, Chorsänger und Orchester der Norwegischen Oper in einer feinen, gut aufgenommenen Aufführung (in deutscher Sprache), die mit etwas mehr als 79 Minuten die Kapazität einer einzelnen CD knapp übersteigt.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


RECORDINGS Norwegian Surprises, From Opera to Symphony

The composer Christian Sinding (1856-1941) is remembered for one of music's great chestnuts, ''Rustle of Spring,'' which brought his name into many a genteel parlor in Europe and the Americas. His symphonies, sonatas and concertos are overshadowed today, even in his native Norway, by those of his greater compatriots, Svendsen and Grieg. The last thing one would have expected from Sinding is a first-rate opera, yet such is '⟞r Heilige Berg'' (Norwegian Music Productions CDN 31002 two compact disks).

The libretto, written in German by Dora Duncker and set (in 1912) by the composer in the same language, is divided into a prologue and two following acts. In the prologue, Dion, a child, is placed in a monastery (located on ''The Holy Mountain'' for which the opera is named) by his errant father. In the first act, set 12 years later, a young woman (Daphne) is sent by Dion's dying mother to bring the youth home. They promptly fall in love and run off together, but Dion falls off a cliff and is returned, moribund, to the monastery. In the second act, all means of resuscitation (including Daphne's kisses) having failed to revive Dion, his mother appears and administers a life-giving kiss. General rejoicing, blessings in the name of mother love, and proximate nuptials end the work on a celebratory note.

The first performance took place in Dessau, Germany, just prior to the outbreak of World War I. In Oslo, a shortened version was presented in concert in 1931 the second staging finally took place there in 1986, which occasioned this recording. Obvious reasons for the work's immediate descent into obscurity are not hard to find: The war effectively hampered Scandinavian composers from reaching a heretofore sympathetic audience in Germany (both Nielsen and Sibelius had similar problems). And in the nationalistic turmoil of new-found Norwegian independence (1905), a German-language opera with music totally oblivious to native folk materials must have seemed anomalous.

Deeper currents were at work as well. The resonances of ''Parsifal'' in the libretto (there is even a Gurnemanz-like monk on hand to advise Dion throughout) probably did not seem as outdated in 1914 as they do today, but in a world that had already encountered Debussy's ''Pelleas,'' Stravinsky's ''Rite of Spring'' and Schoenberg's ''Pierrot Lunaire,'' Sinding's thoroughly tonal, melodious and romantic music represented an unstylish backwater.

Today, it can be recognized and accepted on its own very real merits, which come as a surprise, since nothing in Sinding's other work indicates an ability to sustain long periods of vocal and (especially) orchestral flow with such spontaneity and character. Without meaning to seem perjorative, one could describe the opera's style as lightened, aerated Wagner. It is greatly in the work's favor that neither the prologue nor either act lasts over half an hour, well within the composer's ability to shape effectively. Heinz Fricke conducts soloists, choristers and orchestra of the Norwegian Opera in a fine, well-recorded performance (in German), which, at slightly over 79 minutes, is just beyond the capacity of a single compact disk.

There is another pleasant surprise from Norway, David Monrad Johansen's powerful, saga-based cantata ''Voluspa'' (Norwegian Music Productions CDN 31004). Johansen (1888-1974) was an influential critic, biographer of Grieg, and as a composer, a firm follower of the latter in the use of Norwegian folk materials. In fact, his cantata sounds enough like an extension of the strong and distinctive choral music Grieg created for his (unfinished) opera ''Olav Trygvason'' that the two might be confused with each other.

As with the Sinding opera, there is a compelling reason why Johansen's work has not made its way. It was composed in 1926, by which time it undoubtedly raised the eyebrows of modernists for whom even the more advanced Sibelius (whose influence can also be heard in ''Valuspa'') was old hat. But, taken on its own terms, it makes splendid listening.

The disk also includes seven songs by Johansen, based on Norwegian folk texts. Composed in 1920, they are somewhat more adventuresome harmonically than the cantata, but the mild modernisms of the piano accompaniments clash with the simple folk-like vocal melodies. The results are certainly enjoyable, but seem trivial when compared to the firm achievement of ''Valuspa.'' Once again, the performances by Norwegian artists (the soprano Edith Thallaug and the pianist Robert Levin in the songs) are excellent, as is the recording.

In their day, both Sinding and Johansen had an audience. The same cannot be said for Fartein Valen (1887-1952), whose music is as unknown to Norwegian audiences as it is to everyone else. In the 1920's, at the same time that Schoenberg was writing his first 12-tone works, Valen developed a style based on what he called 'ɽissonant counterpoint.'' Although they started from different premises, both composers, primarily by avoiding tonal references, managed to irritate most listeners no end.

So much for the resemblances. Valen's dissonance stems from the seemingly haphazard combinations of long melodic phrases, rather than from a systematic construction by means of 12-tone ''rows.'' Listening to his First and Fourth Symphonies (Norwegian Music Productions CDN 31000), one is struck by the sheer willpower that enabled Valen to spin out his often ecstatic melodies at such great length. Long stretches of music go by without strong rhythmic underpinning, yet the thread of continuity never breaks completely. It is individualistic and often gripping, especially in these sympathetic performances by Aldo Ceccato and his Bergen (Norway) Philharmonic, but makes absolutely no concessions to the listener by way of memorable motives or occasional dance rhythms to soften the bleak atmosphere.

In his rugged integrity, Valen reminds one of his more humanistic Swedish counterpart, Allan Petterson, and of the American Charles Ruggles. In a predominantly conformist world, there is something very attractive about such men.


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